Koo2: Wissenschaftsbasierte Emissionsziele für Unternehmen

Im Dezember 2015 wurde auf der COP 21, der in Paris stattfindenden Klimakonferenz, ein historisches Klimaabkommen beschlossen. Der bisher von 111 Staaten ratifizierte Vertrag sieht vor, die globale Erwärmung auf unter 2 °C im Vergleich zum präindustriellen Level zu begrenzen. Um dieses Ziel zu erreichen dürfen laut Klimaforschern des IPCC in Summe noch ca. 1.000 Gt CO2 emittiert werden. Bei unverändertem Ausstoß wäre dieses Budget im Jahr 2037 aufgebraucht. Würde man das Ziel verfolgen, die Erwärmung auf bloß 1,5° C zu begrenzen, wäre das dem Ziel entsprechende Budget bereits 2021, also in vier Jahren, aufgebraucht. Mit der Ratifizierung des Vertrages verpflichten sich die Staaten rechtsverbindlich ihren Anteil zur Erreichung des 2 °C-Zieles zu leisten. Das heißt wiederum, dass sie vor allem die Unternehmen auf dieses Ziel verpflichten müssen.

 

Auf dem Weg in eine dekabonisierte Wirtschaft

Unternehmen müssen somit in Zukunft mit neuen rechtlichen Rahmenbedingungen rechnen, die in Deutschland ab etwa 2018 erwartet werden. Aber nicht nur seitens der Politik wird es neue Anforderungen an Unternehmen geben, sondern auch von Investorenseite. Da diese in kohlenstoffbasierten Geschäftsmodellen keine Perspektive mehr sehen, schichten sie ihre Investitionen klimaverträglich um. Vorreiter sind dabei große institutionelle Investoren, die längst damit begonnen haben ihre Portfolios zu dekabonisieren. Damit hängt der wirtschaftliche Erfolg von Unternehmen immer stärker mit der nachhaltigen Ausrichtung des Geschäftsmodells zusammen. Kurz gesagt, müssen Unternehmen 2 °C-kompatibel werden, um in Zukunft handlungsfähig zu bleiben. Eine Möglichkeit dazu bietet das Setzen Wissenschaftsbasierter Emissionsziele (engl. Science Based Targets).

 

Wissenschaftsbasierte Emissionsziele als Lösung

Unternehmen können damit ihre Prozesse entsprechend des global beschlossenen 2 °C-Zieles anpassen. Wissenschaftsbasierte Emissionsziele werden an dem oben genannten klimawissenschaftlich ermittelten Emissionsbudget ausgerichtet. Das bedeutet, dass das Budget unter allen wirtschaftlichen Akteuren fair aufgeteilt wird. Im Gegensatz zu konventionellen Emissionszielen werden die Ziele also extern durch die Klimawissenschaft vorgegeben und nicht nur innerhalb der unternehmerischen Rahmenbedingungen selbst entwickelt. Somit lässt sich genau definieren, welches der notwendige Beitrag eines einzelnen Unternehmen ist, um das global beschlossene Ziel zu erreichen.

 

Unser Beitrag zum 2 °C-Ziel im Projekt Koo2

Auch mit Windcloud wollen wir 2 °C-kompatibel wirtschaften und uns Wissenschaftsbasierte Emissionsziele setzen. Dabei sehen wir die Möglichkeit mit unserem nachhaltigen Geschäftsmodell nicht nur unsere eigenen Ziele zu erreichen, sondern mit unseren Produkten auch andere Unternehmen dabei zu unterstützen, innerhalb des 2 °C-Szenarios agieren zu können. Aus diesem Grund sind wir zusammen mit anderen jungen nachhaltigen Unternehmen Mitglied im Projekt Koo2, das von der Beratungsagentur right. based on science initiiert wurde. Ziel des Projektes ist es, gemeinsam ein Verständnis dafür zu entwickeln, wie sich die Geschäftsmodelle anhand der Anforderungen des globalen 2 °C-Szenarios entwickeln lassen. Neben Windcloud sind binee, Hyperion Energy, Plant Values und Pydro Miglieder des Projektes.

Aktuell werden noch Sponsoren für das Projekt gesucht. Sie können sich vorstellen das Projekt als Sponsor zu unterstützen? Weitere Informationen erhalten Sie hier.