Warum unser Rechenzentrum in Nordfriesland steht

Euer Rechenzentrum steht in Nordfriesland? Mitten auf dem Land?“ Diese Fragen bekommen wir immer wieder gestellt. Viele können sich nicht vorstellen, dass sich der ländliche Raum im hohen Norden Deutschlands als Rechenzentrumsstandort eignet. Denn die meisten Rechenzentren stehen nach wie vor rund um Frankfurt im Rhein-Main-Gebiet aufgrund der Nähe zum DE-CIX, dem größten Internet-Knoten der Welt. Warum haben wir uns mit Windcloud trotzdem für Nordfriesland entschieden?

 

Nordfriesland – Innovativ und nachhaltig

Der kleine Ort Braderup, wenige Kilometer vor der deutsch-dänischen Grenze, ist das, was man typischerweise unter einem Dorf versteht – ein paar Bauernhöfe, eine Kirche und einige Einfamilienhäuser umgeben von Feldern und Wiesen. Auf den ersten Blick lässt hier nichts einen Technologiestandort erahnen. Doch am südöstlichen Ortsrand steht echte Hochtechnologie. Neben dem Windpark mit 18 MW, der Hauptstromquelle unseres Rechenzentrums, gibt es dort eine Speicherbatterie mit einer Kapazität von 3,4 MWh. Ein Vorzeigeprojekt von Bosch und den Windparkbetreibern. Das macht Braderup zu einem besonderen Standort. Darüber hinaus gibt es dort Biogasmotoren, die wir als weiteres Backup nutzen können. Braderup bietet somit die perfekte energetische Infrastruktur für unser grünes Rechenzentrum. Insgesamt ist Nordfriesland eine äußerst innovative Region im Bereich Energie. Schon früh hat man hier begonnen, den Wind für die Energieerzeugung zu nutzen und die Technologie stetig weiterentwickelt.

 

 

Glasfaser-Highway unterm Acker

Aber mit (grünem) Strom allein lässt sich noch kein Rechenzentrum betreiben. Darüber hinaus muss eine leistungsstarke Internetanbindung möglich sein. Und auch in dieser Hinsicht ist die nötige Infrastruktur vorhanden. Denn durch Schleswig-Holstein, in unmittelbarer Nähe zum Rechenzentrum, verläuft der Glasfaser-Highway zwischen Mitteleuropa und Skandinavien. An diesen sind wir redundant mit einer möglichen Geschwindigkeit von bis zu 100 Gbit/s angebunden. Hinsichtlich Bandbreite und Latenz gibt es also keinerlei Probleme.

 

Viel Fläche und moderates Klima

Ein weiterer wichtiger Faktor, der für den ländlichen Raum in Norddeutschland spricht, ist die vorhandene Fläche. Während in den klassischen Rechenzentrumsregionen der Baugrund knapp wird und dementsprechend teuer ist, können wir in Braderup Fläche zu attraktiven Preisen erwerben bzw. nutzen. Damit bleibt das Rechenzentrum skalierbar. Zudem bietet der Norden Deutschlands attraktive klimatische Bedingungen für den Betrieb von Rechenzentren. Im Gegensatz zur Region Frankfurt etwa sind die Temperaturen deutlich niedriger, was eine direkte freie Kühlung möglich macht und wiederum Kosten spart. Der Blick auf den Temperaturvergleich zwischen Frankfurt und Flensburg (auf der Höhe von Braderup) zeigt die Unterschiede vor allem in den Sommermonaten.

 

 

Nachhaltiger und zukunftsfähiger Standort

Braderup bietet uns somit die optimalen Bedingungen als Rechenzentrumsstandort – ausreichend Fläche, schnelle Anbindung ans Internet und eine grüne energetische Infrastruktur. Damit haben wir einen Ort für Windcloud gefunden, der nachhaltig und zukunftsfähig ist und somit optimal zu unserem Geschäftsmodell passt.

 

 

Titelbild: Speicherbatterie (Quelle: Bosch)